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Donnerstag, 6. Oktober 2016

BLASPHEMISCHE GEDANKEN ZUR SEXISMUS-DEBATTE


Mircea BARNAURE: Süße Maus mit kahlen Herren ...


Passiert Ihnen das auch?
Sie surfen gemächlich von Titel zu Titel und auf einmal stoßen Sie auf etwas, und kleben fest, gegen Ihren Willen, weil etwas Sie gereizt hat, ein Wort, ein Bild, hier, sehen Sie: Sexismus … CDU… süße Maus …, Ihre Synapsen entzünden sich, ein Selbstgespräch setzt ein. Na, was ist das? Sommerloch? Wo denkst du hin! Es herbstet längst. Also dann – ein Sturm im Wasserglas? Sturm ist schön, Wasserglas auch, es heißt, okkulte Kräfte seien da am Werke, Kreisverbände und Zentralen, sie rüttelten und schüttelten um die Wette, auf dass das Glas kippe und den einen oder anderen unschön beschmutze. Ah, hol sie doch alle der Teufel. Was interessiert das mich? Dieses Alte und Graue verfügt weiß Gott nicht über Uhu-Sekundenkleber-Kraft. Umso mehr aber – die süße Maus mit Schwanenhals, Hauptakteurin dieser Show. Was für ein Talent! Und was für ein atemberaubender Ehrgeiz! Und was für eine Profilierungssucht! Ist das nicht bemerkenswert? Ja, bleiben wir dran, treten auch näher heran, es ist so schön zu betrachten.
Da ist also eine 26jährige Studentin, die unbedingte Aufmerksamkeit einfordert. Warum? Weil ihr offensichtlich große Unbill widerfährt. Sie hat den Superlistenplatz, der eine graue Herr, die andere graue Dame wollen ihr aber doch den Weg versperren. Das vergällt ihr die Freude, sich hemmungslos für ihr Land zu engagieren. Ja, einer nennt sie gar süße Maus. Frechheit. Sie ist bestimmt keine Maus und süß – nein, das verbittet sie sich. Was hat sie denn verbrochen, um ein derartiges Epitheton zu verdienen? Hat sie je mit den Augen geklimpert? Vielsagend gelächelt? Das niedliche Köpfchen anmutig zur Seite geneigt und sich so männliche Parteifreundschaft gesichert? Hat sie sich je geschminkt? Ihr Dekolletee in Form gebracht? Wollte sie gefallen? Ach, um die Wahrheit zu sagen: Sie hat mit dem Gedanken der Vollverschleierung gespielt. Auf dass man(n) ihre Ernsthaftigkeit auch wirklich ernst nehme. Freilich: Das Bild zu ihrer bitteren Anklage setzt gekonnt den makellosen Schwanenhals zur Schau. Sie ist aber ein freies Menschenwesen. Also!
Hier angekommen, machen meine Gedanken einen kleinen, ausgelassenen Sprung und ich sehe plötzlich jene Tatort-Kommissarin vor mir, die, tiefdekollettiert und bestiefelt, hin und her stolziert und jeden Kollegen, der einen eindringlicheren Blick auf ihre Formen wagt, mit einem strengen Was gibt’s da zu sehen? straft. Unsere Gesichter, meine Damen, möchte ich sehen, wenn eines schönen Tages die Herren der Schöpfung, von unseren Nörgeleien erschöpft, unseren Reizen gleichgültigst gegenüberständen. Das wäre gar zu lustig.
Was unsere Hauptakteurin betrifft: Bei so viel Willen zur Macht sage ich ihr eine glänzende Zukunft voraus. Und sie pflegt auch so beflissentlich Beziehungen. Sicher, früher hätte man das als Filz oder Seilschaft bezeichnet. Heute aber sind die bösen Worte abgeschafft und jedes Kind weiß, dass flotte Kontakte und dichte Vernetzung jedes Nichtkönnen aufwiegt. Also: Es wendet sich alles zum Guten. Und in 30 Jahren, wenn sie irgendwo, in den ersten Rängen, weilt, wird sie vielleicht, für einen Augenblick von Wehmut gepackt, den nunmehr ergrauten Kopf anmutig zur Seite neigen und nostalgisch sinnieren: Was für ein Glücksfall, jener alte Knacker und seine süße Maus...

                                                                                            Ioana Orleanu

Dienstag, 26. Mai 2015

LO SPLENDORE DE L'ANIMA VITTORIOSA / STRALUCIREA SUFLETULUI INVINGATOR - Torquato Tasso in scrisori

Mircea Barnaure: Giglio
Catre sfarsitul secolului al XVIII-lea, Georg Christoph Lichtenberg facea urmatoarea remarca: Nu este straniu ca dominatorii spetei umane sunt atat de mult superiori ca rang invatatorilor aceleiasi? Din asta se vede ce animal sclav este omul.
Omul in genere, si nu in ultimul rand - intelectualul.
Clementissimo signor mio singolarissimo. Torquato Tasso, già servitore di Vostra Altezza serenissima, et or prigionero ne lo spedale di Sant' Anna, lo supplica umilissimamente che si contenti..... E con questo pregandole dal signor Iddio ogni felicità, umilissimamente le bacio le mani. Di Vostra Altezza serenissima servitor molto umile e molto devoto. Asa i se adresa poetul multpreaiertatorului sau stapan, ducelui de Ferrara, care l-a bagat si tinut sapte ani de zile la balamuc (urate cuvinte, dar si mai urata realitate!) pentru culpa, pare-se, de a fi proferat unele injurii la adresa acestuia si a Curtii sale. Asta da clementa! Cum sa nu se roage atunci poetul, servitor prea umil si atat de devotat, Domnului Dumnezeu pentru fericirea Altetei Sale si sa nu-i sarute in modul cel mai smerit mainile?
Taratul prin praf n-a fost deci inventat de lingaii genialului conducator cizmar. Nici de lingusitorii regelui culturii, care nu citea carti, dar cultiva actritele. Si nu-i nici de mirare ca linguseala, in varii forme, a supravietuit tuturor schimbarilor. E drept ca in zilele noastre nu se mai scriu sonete si nu se mai dedica poeme sau dialoguri Domniilor Lor – asa cum facea Tasso: ed io prego Vostra Signoria reverendissima che faccia ch'io possa dedicare i dialoghi e 'l poema a persona c'o m'aiuti..... Locul acestora a fost insa luat de articolele publicate in cotidiene si de aparitiile, nu mai putin penibile, la televizor.
Dar, cum pana la D-zeu te mananca sfintii, Tasso trebuie sa se roage nu numai de Inaltimea Sa, ci si de curtenii din juru-i, ca sa intervina pentru el la duce sau sa-i faca favoarea de a-l conduce a' piedi del serenissimo signor duca di Ferrara. In mii si mii de scrisori se roaga de principi, cardinali, secretari pentru interventii, inlesniri, protectie, ajutoare. Fara posibilitatile electronice de astazi, totusi uimitor de bine inter-conectat poetul. Depresiv si paranoid, el incearca in acelasi timp sa se si foloseasca de suferinta-i spre a capta bunavointa destinatarilor.