1. Der Präsident: Traian
Basescu. Spieler. Bezeichnet sich selbst als solcher. Und ist es
auch. Ein besessener. Seine Lieblingspartie: divide et impera.
Sie hat ihm beträchtliche Feindschaft im ganzen Lande beschert.
Seine Popularität ist dahin. Doch Basescu gibt nicht auf. Rühmt
sich, das verschurkte System, dem er selbst entsprungen ist,
bekniet zu haben. In gewisser Weise stimmt das. Allerlei korrupte
Größen sind in den letzten Jahren nacheinander ins Gefängnis
gewandert. Kleiner Schönheitsfehler: sie waren fast alle Basescus
Feinde. Das erweckt den Eindruck krasser Einseitigkeit: Basescu
benutzt den Kampf gegen die Korruption als Waffe, um
höchstpersönliche Interessen durchzusetzen.
Sein gegenwärtiges
Problem: nach zwei Amtszeiten darf er laut Verfassung nicht mehr
weiterspielen. Deshalb setzt er alles auf seine Herzkandidatin, die
falschblonde Elena Udrea, und scheut keine Intrige. Sein
Einfallsreichtum und seine Energie sind grenzenlos.
Wichtig: er haßt den
Premier.